Fantastischen 4 in Bonn.
Die Party geht ab: Smudo und Thomas D. geben von Anfang an Vollgas. (Foto: Sebastian Derix)

Das mit gro­ßer Vor­freu­de er­war­te­te Kon­zert der Fan­tas­ti­schen Vier auf dem Bon­ner Kunst!Rasen hielt, was es ver­sprach: Zwei Stun­den Ge­hüp­fe mit un­se­ren Fantas.

Die Büh­nen­show und tech­ni­schen Hilfs­mit­tel sorg­ten da­für, dass auch die Leu­te wei­ter hin­ten auf ih­re Kos­ten ka­men. (Fo­to: Se­bas­ti­an Derix)

Ge­ra­de „mei­ne“ Ge­nera­ti­on hat­te sich für die­ses Kon­zert früh mit Kar­ten ein­ge­deckt. Dies hat­te auch zur Fol­ge, dass es im Nu aus­ver­kauft war. Über 9.000 Men­schen woll­ten die Fan­tas se­hen, in Nost­al­gie schwel­gen, al­te Hits hö­ren und noch­mal 18 sein. Auch ein al­ter Abi­kol­le­ge aus dem fer­nen Sü­den pos­te­te noch am Tag zu­vor: „Hab sie in Füs­sen ge­se­hen, geht da hin, war Mega!“.

Auch wenn die­se, mei­ne Ge­nera­ti­on, al­so die Mehr­zahl der Be­su­cher stell­te, so hat­ten die­se na­tür­lich noch Ih­re Kin­der mit­ge­bracht und auch Leu­te weit über die 50 ge­sell­ten sich zur gro­ßen Fanta-Party bei na­he­zu per­fek­ten – den kur­zen Re­gen zu Be­ginn ver­ges­sen wir –Au­ßen­be­din­gun­gen in der Rheinaue.

Viel falsch ma­chen konn­te man oh­ne­hin nicht. Die Fan­tas Live ist Par­ty­stim­mung pur. Die vier Jungs ge­ben von der ers­ten bis zur letz­ten Mi­nu­te Voll­gas und das Pu­bli­kum ist so­fort da­bei. Ne­ben neu­en Songs vom ak­tu­el­len Al­bum „Cap­tain Fan­tastic“ wur­den na­tür­lich auch die al­ten Ever­greens ge­spielt. Die Fan­tas wis­sen, dass sie da nicht her­um kom­men und zei­gen sich Dank­bar für die letz­ten 25 Jah­re, in de­nen sie mit uns „alt“ wurden.

Und so kom­men ei­nem die sym­pa­thi­schen Jungs da auf der Büh­ne auch selt­sa­mer­wei­se to­tal „be­kannt“ vor. Smu­do, Tho­mas D., An­dy Y und Mi­chi Beck. Vier von uns, die eben nur mal den Deut­schen Hip-Hop kurz nach ih­rer Band­grün­dung am 7.7.1989  re­vo­lu­tio­nier­ten sollten.

Gut drauf: Mi­chi Beck. (Fo­to: Se­bas­ti­an Derix)

Für das Kon­zert ha­ben die Fan­tas ih­re ei­ge­ne Tech­nik da­bei. Hier sieht man schon, dass dies ein gro­ßer Liveact ist, der al­les aus der für Fan­ta Ver­hält­nis­se eher klei­nen Büh­ne her­aus­ho­len will. Auf gro­ßen Lein­wän­den rechts und links wird die Show über­tra­gen. Über­le­bens­groß wird die Show auch für die Zu­schau­er wei­ter hin­ten sichtbar.

Ihr der­zei­ti­ger Hit „Zu­sam­men“ – den wir jetzt hof­fent­lich nicht im­mer mit dem bla­ma­blen frü­hen WM-Aus as­so­zi­ie­ren wer­den – wird dank Video-Technik als Du­ett mit Clue­so ge­sun­gen. Eben­so das Lied „Na­me drauf“ mit dem Schwei­zer Sän­ger „Se­ven“.

Die zwei Stun­den ge­hen schnell vor­bei und um 22.05 Uhr ist nach drei Zu­ga­ben dann auch Schluss. Zu­rück blei­ben zu­frie­de­ne Ge­sich­ter auf dem Kunst­Ra­sen, die bei ei­nem letz­ten Bier­chen die letz­ten Beats und Re­frains Re­vue pas­sie­ren lassen.

Auf der Toi­let­te hö­re ich dann ei­nen Mitt­zwan­zi­ger vol­ler Be­wun­de­rung sa­gen: „Für ihr Al­ter ge­hen die ja ganz schön ab auf der Büh­ne!“. Tja, „läuft“ bei „mei­ner“ Generation.

Set­list:
https://www.setlist.fm/setlist/die-fantastischen-vier/2018/kunstrasen-bonn-germany-3ebd1eb.html

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