Bonn – Ein­mal über den Rhein und zu­rück: Die Per­so­nen­fäh­re Rhein­ni­xe ist be­liebt bei Pend­lern, Tou­ris­ten oder Bon­nern, die ein­fach nur kurz die Wel­len un­ter dem Bug ge­nie­ßen wol­len. Doch be­reits seit dem 22. Ju­li liegt sie fest am Beue­ler An­ker­platz ver­täut. Und das of­fen­bar noch für wei­te­re Wochen. 

Die Rhein­ni­xe bleibt vor­aus­sicht­lich noch ein paar Wo­chen lie­gen“, be­stä­tigt Max Dornau von der Bon­ner Fähr- und Fahr­gast­ge­sell­schaft ge­gen­über Bundestadt.com. Man kön­ne die Fäh­re krank­heits­be­dingt nicht be­set­zen. „Das Per­so­nal wird auf an­de­ren Schif­fen drin­gen­der gebraucht.“ 

Er­satz sei zu­dem schwer zu fin­den: Nicht je­der darf auf den Bock und die Bon­ner über den Rhein schip­pern. „Man muss für die je­wei­li­ge Fähr­stre­cke ein Pa­tent ma­chen, das hat nicht je­der in der Ta­sche.“ Zu­dem sei es auch schwer, Per­so­nal für den Fähr­be­trieb zu ge­win­nen. Und: Nicht für je­den ist der Job als Fähr­mann ge­eig­net. „Da ge­hört mehr da­zu als nur ein Schiff zu steuern.“

Fährbetrieb bleibt erhalten – Änderungen der Fahrtzeiten möglich

Klar ist: Die Rhein­ni­xe bleibt den Bon­nern er­hal­ten. „Wir ha­ben nicht vor, den Fähr­be­trieb ganz ein­schla­fen zu las­sen“, stellt Dornau klar. Mög­li­cher­wei­se wer­de es aber zu­künf­tig Op­ti­mie­run­gen der Fahrt­zei­ten ge­ben, da sich die Be­dürf­nis­se der Fahr­gäs­te in den letz­ten Jah­ren stark ver­än­dert haben. 

Denn für vie­le Bon­ner ist die Fäh­re auch ei­ne Art Lust­fäh­re, die man nur bei gu­tem Wet­ter ein­fach so be­nutzt, um mehr­fach hin und her zu fah­ren. Der Rei­se­füh­rer „End­lich Bonn“ be­ti­telt sie gar als „schöns­te Fähr­bin­dung“ Bonns. 

Es ist je­den­falls der zwei­te Som­mer, in der die Rhein­ni­xe Pro­ble­me hat. Im letz­ten Jahr mach­te der Rhein es der Fäh­re nicht ein­fach: Der Fähr­be­trieb fiel we­gen Nied­rig­was­ser lan­ge aus.

Hintergrund

Die Rhein­ni­xe ist die vier­te Fäh­re mit die­sem Na­men und wur­de 1980 in Be­trieb ge­nom­men. Von 1930 an be­trieb die Schif­fer­fa­mi­lie Schmitz die­se Stre­cke. Die Bon­ner Fähr- und Fahr­gast­ge­sell­schaft be­treibt ne­ben der Rhein­ni­xe auch die Mo­by Dick. Die Bon­ner nut­zen sie an­statt der Ken­ne­dy­brü­cke – oder um ein­fach nur ein paar Mi­nu­ten zu auf dem Rhein zu entspannen.

Quel­len: Ge­spräch mit Bon­ner Fähr- und Fahr­gast­ge­sell­schaft, 9. Au­gust 2019. Facebook-Information (on­line, Bei­trag vom 19. Ju­li). Wi­ki­pe­dia: Rhein­ni­xe. Unternehmens-Webseite: Rheinnixe.com. „End­lich Bonn!: Dein Stadt­füh­rer“, Rap Ver­lag, 2016 (2)

Rheinnixe am Ankerplatz Beueler Rheinufer

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