Neuer Bonner Fernbusbahnhof kommt an die Museumsmeile

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Bonn – Schäbig, Notlösung, heruntergekommen: Der aktuelle Fernbusbahnhof der Bundesstadt ist kein Aushängeschild. Gestalterisch orientiert er sich an dem Bonner Loch. Wie dieses war er eine Notlösung für die Fernbusse, die seit 2013 regelmäßig von dort aus verkehren. Toilettenanlagen gibt es auch nicht.

Dieser Haltepunkt wird bereits ab dem 9. Mai geschlossen. Stattdessen entsteht ein neuer an der Museumsmeile – vorerst als Provisorium. An der Joseph-Beuys-Allee sollen vier Parktaschen entstehen, nahe des neuen UN-Campus-Haltepunktes, der in naher Zukunft eröffnet werden soll, und in fünfminütiger Entfernung zur Haltestelle Heussallee der Linie 66.

Dem neuen provisorischen Standort war eine jahrelange Suche vorausgegangen, doch jetzt musste es schnell gehen. Der aktuelle Platz muss wegen des Umbaus der Viktoriabrücke und im Zuge der Nordfeldbebauung geschlossen werden. Als Alternativen im Gespräch waren unter anderem Beuel, Ramersdorf und Auerberg.

Mit der Museumsmeile wurde somit ein etwas zentralerer Haltepunkt gewählt, der zwar optisch weiterhin wenig her macht. Er ist an einem Parkhaus gelegen, nahe eines Umspannwerks, seine Ausstattung ist rustikal, ohne Toilettenanlage und Büdchen. Aber er ist nahverkehrstechnisch besser angeschlossen als manche der Alternativen. Sollte er bleiben, soll er, so die Vorlage der Stadt, ausgebaut werden.

Bei der Einrichtung fallen reguläre Plätze für Reisebusse weg. Für diese soll an der Petra-Kelly-Allee ein Ausgleich geschaffen werden.

1 KOMMENTAR

  1. Fernbusunternehmen beteiligen!

    Ein neuer Fernbusbahnhof war nötig, denn der bisherige Standort muss der neuen Planung weichen, dem Abbieger von der Viktoriabrücke, dem neuen Kreisel und der Rampe der Unterführung zur Herwarthstraße. Und – wie beschrieben – die alte Location war ganz schön schäbig.
    Damit das aber am neuen Standort nicht so wird, der ist schließlich deutlich “prominenter”, muss er gepflegt werden. Und nach dem “Provisorium” soll er ja, hoffentlich, ausgebaut werden, also mit Sanitäranlage, Überdachung etc.
    Der maroden Finanzlage der Stadt wegen sollten allerdings die Fernbusunternehmen per Gebührensatzung an den Kosten beteiligt werden, schließlich profitieren sie davon. Die Bonner Steuerzahler werden ohnehin kräftig zur Kasse gebeten.

    Heribert Adelt

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