Integration Points Bonn/Rhein-Sieg – Geflüchtete berichten in mehrsprachigen YouTube Videos über ihre Erfahrungen und erklären anderen den Weg

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Mahboobeh Shaban Zanjain erklärt in einem YouTube auf Farsi die für Neuankömmlinge verfügbaren Integration Point Angebote (Foto/Screenshot Sandra Prüfer)

(An­zei­ge) Die Idee ist zu­gleich sim­pel und in­no­va­tiv. In ei­ner Rei­he von Er­klär­vi­de­os leis­ten Flücht­lin­ge aus un­ter­schied­li­chen Län­dern peer-to-peer Ori­en­tie­rungs­hil­fe zur be­ruf­li­chen Integration.

In vier kur­zen Fil­men er­zäh­len ge­flüch­te­te Men­schen auf Ara­bisch, Far­si, Eng­lisch und Fran­zö­sisch auf You­Tube über ih­re per­sön­li­che In­te­gra­ti­ons­er­fah­rung und be­rich­ten, wie der Ser­vice der drei neu­en re­gio­na­len In­te­gra­ti­on Points sie da­bei un­ter­stützt hat.

Die Vi­de­os wur­den mit Un­ter­stüt­zung der Ar­beits­agen­tur Bonn/Rhein-Sieg pro­du­ziert, um mög­lichst vie­le ge­flüch­te­te Men­schen auf die An­ge­bo­te zum Ein­stieg in den Ausbildungs- und Ar­beits­markt auf­merk­sam zu ma­chen. Die fremd­sprach­li­chen, 2-3-minütigen Fil­me sind je­weils mit deut­schen Un­ter­ti­teln und über ei­nen YouTube-Kanal er­reich­bar. 

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Wir fin­den das Film­pro­jekt in­no­va­tiv. Die An­spra­che in den Fil­men ist au­then­tisch und die di­gi­ta­le Ver­brei­tung adres­sa­ten­ge­recht,“ mei­nen Gün­ter Schmidt-Klag und Ralf Holt­köt­ter, die Ge­schäfts­füh­rer der bei­den Job­cen­ter  Bonn und Rhein-Sieg, übereinstimmend.

Azhar Saa­doon Ahal­boo­si ist von dem ara­bi­schen Er­klär­vi­deo be­geis­tert. „Ich fin­de das gut ge­macht und wer­de den Clip per Face­book und dem Chat-Dienst Vi­ber mit an­de­ren tei­len,” sagt der 34-jährige Ira­ker, der 2015 nach Deutsch­land ge­flo­hen ist.

In Fal­lud­scha hat er als Zahn­arzt in ei­nem Kran­ken­haus ge­ar­bei­tet. Beim Bon­ner In­te­gra­ti­on Point hat er sich im Ju­li be­ra­ten las­sen, wie er als Zahn­me­di­zi­ner in Deutsch­land wie­der Fuß fas­sen kann. Über die neue zen­tra­le An­lauf­stel­le für Ge­flüch­te­te, de­ren Asyl­ver­fah­ren noch nicht ab­ge­schlos­sen ist, hat­te er über Mund­pro­pa­gan­da von ei­nem Freund erfahren.

Die Mit­ar­bei­ter wa­ren sehr nett und hilfs­be­reit. Sie ha­ben an­ge­bo­ten, mei­ne Zeug­nis­se ins Deut­sche über­set­zen zu las­sen und mir bei der Su­che nach ei­nem Prak­ti­kums­platz in ei­ner Zahn­kli­nik zu hel­fen,” sagt Ahal­boo­si. Der­zeit be­sucht er ei­nen B1-Deutschkurs.

Sei­ne Er­fah­rung sei sehr po­si­tiv ge­we­sen. Er ha­be im In­te­gra­ti­on Point wich­ti­ge In­for­ma­ti­on er­hal­ten über das deut­sche Gesundheits- und Be­schäf­ti­gungs­sys­tem und das An­er­ken­nungs­ver­fah­ren für aus­län­di­sche Berufs- und Stu­di­en­ab­schlüs­se.

In den Vi­de­os wird er­klärt, an wel­che Ziel­grup­pen sich die In­te­gra­ti­on Points rich­ten und mit wel­chen Bus­li­ni­en man sie er­rei­chen kann. Mit Hil­fe der Be­ra­ter, er­zählt die Per­se­rin Mah­boo­beh Shaban Zan­jain, ha­be sie ei­nen Aus­bil­dungs­platz als Mas­ken­bild­ne­rin ge­fun­den. In der ara­bi­schen Fas­sung be­rich­tet Kha­led Ako, dass er ei­ne dua­le Aus­bil­dung zum Elek­tri­ker be­gon­nen hat.

Die­ser Film von der Agen­tur für Ar­beit in­for­miert jun­ge Ge­flüch­te­te über die Mög­lich­kei­ten der Be­rufs­aus­bil­dung in Deutsch­land. Auf Be­ru­fe TV fin­den sich au­ßer­dem Über­blicks­fil­me zu ver­schie­de­nen Berufsfeldern.

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In­te­gra­ti­on Point  – Ser­vice aus ei­ner Hand

Der Zu­gang zum Ausbildungs- und Ar­beits­markt ist ein we­sent­li­cher Bau­stein zur ge­sell­schaft­li­chen In­te­gra­ti­on von Asyl­be­wer­bern.  Vie­le Ge­flüch­te­te möch­ten ihr ab­ge­bro­che­nes Stu­di­um fort­set­zen oder in dem Be­ruf, den sie in ih­rem Hei­mat­land vor der Flucht aus­üb­ten, wie­der tä­tig wer­den. In den In­te­gra­ti­on Points, von de­nen es in Bonn und im Rhein-Sieg Kreis nun­mehr drei gibt, hel­fen Ex­per­ten von der Ar­beits­agen­tur, dem Job­cen­ter, Kom­mu­nen und wei­te­ren Netz­werk­part­nern bei Fra­gen rund um den Be­ruf und Arbeit.

Das ge­mein­sa­me Ziel al­ler Ak­teu­re ist, Flücht­lin­ge mit Blei­be­per­spek­ti­ve in­di­vi­du­ell zu be­ra­ten und sie durch Qua­li­fi­zie­rung auf das Be­rufs­le­ben vor­zu­be­rei­ten und mög­lichst zü­gig in den Ar­beits­markt zu in­te­grie­ren. Der In­te­gra­ti­on Point bün­delt die Kom­pe­ten­zen der ver­schie­de­nen Part­ner un­ter ei­nem Dach und er­mög­licht durch kur­ze We­ge schnel­le Ab­spra­chen. Ne­ben kom­pe­ten­ten Fach­kräf­ten ste­hen Über­set­zer für ver­schie­de­ne Spra­chen zur Verfügung.

Der ers­te In­te­gra­ti­on Point wur­de im Fe­bru­ar in Trois­dorf ein­ge­weiht (Siegla­rer Str. 2, 53840 Trois­dorf).  Dort wer­den Flücht­lin­ge be­treut, die im rechts­rhei­ni­schen Rhein-Sieg Kreis leben.

Im April öff­ne­te der In­te­gra­ti­on Point ne­ben dem Job­cen­ter in Bonn-Duisdorf (Ro­chus­stra­ße 4) sei­ne Pfor­ten als ei­ne ge­mein­sa­me Ein­rich­tung (der Stadt Bonn ) des Job Cen­ters Bonn und der Agen­tur für Ar­beit.

Für Flücht­lin­ge und Asyl­su­chen­de aus dem links­rhei­ni­schen Rhein-Sieg Kreis ist der In­te­gra­ti­on Point bei der Agen­tur für Ar­beit in der Vil­le­mom­bler Str. 101 in Bonn-Duisdorf zu­stän­dig, der Mit­te Sep­tem­ber er­öff­net wurde. 

Die  An­kom­men App ist ein di­gi­ta­ler Weg­be­glei­ter für die ers­ten Wo­chen in Deutsch­land. Sie App ist ver­füg­bar in ver­schie­de­nen Sprach­ver­sio­nen (Ara­bisch, Far­si, Eng­lisch, Fran­zö­sisch, Deutsch) und ent­hält In­for­ma­tio­nen zum Asyl­ver­fah­ren, Aus­bil­dung und Arbeit.

Die­ser Bei­trag er­schien erst­mals auf Bon­nec­tions in deut­scher, ara­bi­scher und eng­li­scher Sprache. 

Dis­c­lai­mer: Die Lo­ka­li­sie­rung, Über­set­zung und di­gi­ta­le Ver­brei­tung des Blog­bei­tra­ges ist von der Agen­tur für Ar­beit gesponsert. 

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