Von Bonn nach Bad Neuenahr

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Foto: Sebastian Derix
Die Klangwelle zieht weg. - Foto: Sebastian Derix

Nach­dem die Klang­wel­le zu­erst vom Bon­ner Müns­ter­platz und dann kom­plett aus der Stadt ver­trie­ben wor­den war, steht jetzt das neue Zu­hau­se fest: Wie die Ver­an­stal­ter mit­teil­ten, zieht das Spek­ta­kel aus Licht, Was­ser und Mu­sik nach Bad Neuen­ahr. Der Kur­park wird der neue Ver­an­stal­tungs­ort, ein „per­fek­tes, neu­es Zu­hau­se […], denn Was­ser war schon im­mer ei­ne wich­ti­ge Säu­le un­se­rer Stadt“, heißt es von Bür­ger­meis­ter Gui­do Orthen auf der Klangwelle-Web­site.

Klei­ne­re Än­de­run­gen zur Bon­ner Ver­si­on gibt es al­ler­dings: Die Klang­wel­le kos­tet zu­künf­tig. Acht Eu­ro müs­sen Be­su­cher be­zah­len. In Bonn hat­ten es die Ver­an­stal­ter im­mer ab­ge­lehnt, das Ge­län­de ein­zu­zäu­nen und Ein­tritt zu ver­lan­gen. Au­ßer­dem fällt die dies­jäh­ri­ge Klang­wel­le mit fünf Ta­gen deut­lich kür­zer aus,als der Vor­gän­ger in Bonn. Das Kon­zept mit drei ver­schie­de­nen Durch­gän­gen aus Klas­sik, Pop und re­gio­na­ler Mu­sik bleibt da­ge­gen bestehen.

Jetzt zieht das Fes­ti­val, das für Bonn zu laut und zu nass war al­so in den Kur- und Ba­de­ort in Rheinland-Pfalz. Ver­hand­lun­gen mit der Stadt Sieg­burg wa­ren ge­schei­tert, weil der dor­ti­ge Markt­platz zu klein war. Au­ßer­dem hat­ten sich auch dort ers­te An­woh­ner – qua­si pro­phy­lak­tisch – be­schwert. Für Bonn und die Re­gi­on ist der Weg­zug ein Ver­lust. Erst am Vor­mit­tag hat­ten u.a. Ge­schäfts­leu­te aus der Bon­ner In­nen­stadt sich be­klagt, dass mit der Klang­wel­le Um­sät­ze in Hö­he von meh­re­ren Mil­lio­nen Eu­ro aus­blei­ben. „Für Gas­tro­no­mie, Ho­tel­le­rie und den Ein­zel­han­del ist es sehr wich­tig, dass sich die Stadt wei­ter­hin da­für ein­setzt, dass Ver­an­stal­tun­gen ei­nes sol­chen Stel­len­wer­tes auch zu­künf­tig durch­ge­führt wer­den kön­nen und nicht durch Ein­zel­kla­gen ver­hin­dert wer­den. Vor­ga­ben des Lan­des zu Lärm­emis­sio­nen müs­sen da­bei im Sin­ne des Ge­dan­kens ei­ner leb­haf­ten und eu­ro­päi­schen Stadt ent­spre­chend ge­lo­ckert wer­den kön­nen“, heißt es im ge­mein­sa­men Schrei­ben von IHK, Ein­zel­han­dels­ver­band, DE­HO­GA, city-marketing Bonn, dem För­der­ver­ein der T&C und der Erfa-Gruppe Bon­ner Hotels.

Zu spät. Jetzt ist das Kind in den Brun­nen ge­fal­len und kommt so schnell nicht wie­der raus.

5 Kommentare

  1. ge­gen Ein­tritt und für 5 Ta­ge (bei den Ge­sprä­chen in Bonn wur­de ei­ne Ver­kür­zung, durch den Ver­an­stal­ter, aus­ge­schlos­sen). Bad Go­des­berg war zu weit ent­fernt, die Ahr ist näher????

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