Jugendzentrum St. Cassius Bonn – Globale Stimmen der Jugend [Bundesstadt-Podcast 9]

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Ein Junge und ein Mann sitzen vor einem Laptop und betrachten den Bildschirm. Die Aufnahme zeigt die beiden nur von hinten.
Calliope-mini-Workshop in St. Cassius (Foto: Johannes Mirus)

Das Ju­gend­zen­trum St. Cas­si­us an der Köln­str. 6, di­rekt ne­ben dem Bertha-von-Suttner-Platz ist das äl­tes­te Ju­gend­zen­trum Bonns. Es wur­de 1960 ge­grün­det und bie­tet seit­dem für Ju­gend­li­che mit und oh­ne Migrations- oder Flucht­hin­ter­grund ei­ne Heimstatt. 

Am Ein­gang lockt ein Ki­cker die Ju­gend­li­chen in den Of­fe­nen Treff. Dort kann man ne­ben Ki­cker auch Tisch­ten­nis und Bil­li­ard spie­len oder ein­fach mit sei­nen Freun­den Zeit ver­brin­gen und zu ju­gend­freund­li­chen Prei­sen ei­nen „OT-Burger“ es­sen oder ein Glas Eis­tee trinken.

Ein hellblaues Gebäude, unten ein großer Eingang. Darüber in weißer Schrift auf rotem Grund: Jugendzentrum St. Cassius
Das Ju­gend­zen­trum St. Cas­si­us in der Köln­stra­ße von au­ßen (Fo­to: Jo­han­nes Mirus)

OT – Der offene Jugendtreff im St. Cassius

Im Kel­ler gibt es ei­ne Dis­ko, die ne­ben Ge­burts­tags­fei­ern auch schon für Hoch­zei­ten ge­nutzt wur­de. Auf der ers­ten Eta­ge gibt es ei­nen gut aus­ge­stat­te­ten Fitness-Raum und ei­nen Lern­raum, wo bei­spiels­wei­se auch Haus­auf­ga­ben­hil­fe und an­de­re Be­ra­tun­gen an­ge­bo­ten wer­den. Di­rekt dar­über be­fin­det sich der Ju­gend­mi­gra­ti­ons­dienst, der ge­flüch­te­te Ju­gend­li­che bis 27 Jah­ren be­rät, denn der Weg ins Schul- und Be­rufs­le­ben ist für die meis­ten die­ser Ju­gend­li­chen ein stei­ni­ger Weg. Hier be­kom­men sie Ori­en­tie­rung und Hoff­nung. Und dar­über hin­aus gibt es im­mer wie­der klei­ne­re und grö­ße­re Ver­an­stal­tung, ei­nen Teil da­von fin­det man auf der Facebook-Seite von St. Cas­si­us.

Ge­lei­tet wird das Ju­gend­zen­trum St. Cas­si­us von Jas­mi­na Wein­mann und ih­rem päd­ago­gi­schen Team. Das Team hat im­mer ein of­fe­nes Ohr für die Sor­gen und Nö­te der Ju­gend­li­chen im Haus, egal wo­her sie kom­men. Der Ge­schäfts­füh­rer des Heim­statt e.V. ist Herr Wolf, der auch für ein In­ter­view mit den Ju­gend­li­chen zur Ver­fü­gung stand und zu be­rich­ten wuss­te, dass ehe­ma­li­ge Ju­gend­li­che von St. Cas­si­us  sind, die ih­re Ju­gend hier ver­bracht ha­ben. Die meis­ten Stamm­gäs­te in St. Cas­si­us ha­ben Migrations- oder Flucht­hin­ter­grund: Tür­kisch, Ara­bisch, Kur­disch sind Spra­chen, die man hier häu­fi­ger hö­ren kann; es sind meis­tens die Stim­men von Jungs.

Ein älterer Mann im Vordergrund spricht in ein Mikrofon, dahinter ein jüngerer, der gestikuliert und Kopfhörer trägt.
Der Ge­schäfts­füh­rer von Heim­statt e.V. Har­ry Wolff im Ge­spräch mit ei­nem Ju­gend­li­chen (nicht im Bild, da­für im Hin­ter­grund Sa­scha Fo­ers­ter) (Fo­to: Jo­han­nes Mirus)

Digital dabei – Geflüchtete partizipieren durch aktive Medienarbeit

Im Rah­men des Pro­jekts „Di­gi­tal da­bei! 2.0 Jun­ge Ge­flüch­te­te par­ti­zi­pie­ren durch ak­ti­ve Me­di­en­ar­beit“ das durch den LAG Lo­ka­le Me­di­en­ar­beit NRW e.V. ge­för­dert wur­de, konn­ten wir zu­sam­men mit der in­klu­si­ven Me­di­en­päd­ago­gin Sa­bi­ne Strau­scheidt und Jas­mi­na Wein­mann die Pro­jekt­wo­che #St­Cas­si­us auf die Bei­ne stel­len. Ne­ben You­Tube, Instagram-Streetart-Fotografie und Vir­tu­al Rea­li­ty ha­ben wir Cal­lio­pe mi­nis pro­gram­miert und Pod­casts auf­ge­zeich­net, im­mer ge­mein­sam mit Part­nern aus der di­gi­ta­len Sze­ne Bonns. Die Er­geb­nis­se wer­den über­all un­ter dem Hash­tag #St­Cas­si­us ge­sam­melt, bei­spiels­wei­se die­se kur­ze Ein­füh­rungs­vi­deo, das Er­geb­nis des ers­ten YouTube-Workshops war.

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Die In­ter­views im Pod­cast ent­stan­den im Rah­men der Pro­jekt­wo­che am 26. Ju­li 2017. Wir ha­ben im of­fe­nen Treff das Recording-Equipment auf­ge­baut, die Tech­nik von ein­fa­chen bis hoch qua­li­ta­ti­ven Lö­sun­gen vor­ge­stellt und dann ein­fach im­mer wie­der In­ter­views auf­ge­nom­men: mit den Ju­gend­li­chen und von den Ju­gend­li­chen in ei­nem bun­ten Mix aus Spra­chen und Kul­tu­ren. Hört rein!

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