Es ist wohl ei­nes die­ser Paa­re, bei de­nen man sich fragt: Sind die im­mer noch zu­sam­men? Wer wä­re schon Chris de Burgh oh­ne sei­ne rot ge­klei­de­te Da­me? Na­tür­lich ist hier von dem Song „La­dy in Red“ die Re­de. Der Song, ne­ben ei­ni­gen Kost­pro­ben sei­nes im Sep­tem­ber er­schei­nen­den Al­bums, die der 67-Jährige zu­sam­men mit Nigel Hop­kins am Diens­tag­abend beim Bon­ner Kunst!Rasen open-air vor 1.500 Zu­schau­en präsentierte.

Foto: Sebastian Derix
Fo­to: Se­bas­ti­an Derix

Feucht­fröh­lich war der Abend in der Bon­ner Rhein­aue. Es plät­scher­te und woll­te gar nicht mehr auf­hö­ren. Ein Re­gen­pon­cho nach dem an­de­ren fand Ab­neh­mer bei den Be­su­chern. Doch sie wur­den be­lohnt, denn als der le­gen­dä­re Sän­ger Chris de Burgh so­li­da­risch mit ei­nem Schirm die Büh­ne be­trat, ver­zo­gen sich die Quell­wol­ken. Pfif­fe und to­sen­der Ap­plaus mach­ten sich breit, als er die Wor­te „I feel the wind blowing through my door­way, it’s tel­ling me the sum­mer is go­ne“ sei­nes Songs „The Road to Free­dom“ an­stimm­te. Da­bei griff er zur E-Gitarre und be­wies sein Kön­nen live vor Pu­bli­kum. Be­glei­tet von Nigel Hop­kins am Key­board, den de Burgh lie­be­voll als „ge­ni­al“ be­zeich­net hat­te, gab er sei­nen nächs­ten Song „Ten­der Hands“ zum Bes­ten und ani­mier­te die Fans zum Mitklatschen.

Doch der Re­gen nahm wie­der Kurs auf den Kunst!Rasen. Der im Tro­cke­nen der Büh­ne ge­schütz­te Sän­ger ent­schul­dig­te für das be­schei­de­ne Wet­ter. „Als ich vor ei­ni­gen Jah­ren das ers­te Mal in Bonn auf­ge­tre­ten bin, da hat­te ich schon ge­sagt: Beim nächs­ten Mal sin­ge ich im Re­gen. Es tut mir sehr leid. Aber es ist doch ein wun­der­vol­ler Abend“, sag­te er be­son­ders charmant.

Foto: Sebastian Derix
Fo­to: Se­bas­ti­an Derix

Ganz nah an ih­rem Idol wa­ren die VIP-Besucher. In ei­nem über­dach­ten Steg an der lin­ken Büh­nen­sei­te hat­ten sie ei­nen tol­len Blick auf das Ge­sche­hen. Da­mit die Leu­te in den hin­ters­ten Rei­hen ih­rem Star eben­falls ganz nah sein konn­ten, wur­de das ge­sam­te Kon­zert auf ei­nem gro­ßen Bild­schirm ne­ben der Büh­ne über­tra­gen. So konn­te auch die phan­tas­ti­sche Licht­show ge­nos­sen wer­den. Denn beim Song „A Woman‘s He­art“ zeig­ten die Schein­wer­fer vie­le ro­te Her­zen und lu­den zum ro­man­ti­schen Am­bi­en­te ein.

Dass de Burgh der ge­bo­re­ne En­ter­tai­ner ist, be­wies er, als er da­von er­zähl­te, wie er da­mals Kla­vier ge­lernt ha­be. „Da wa­ren vie­le von euch noch gar nicht auf der Welt.“ Am schwar­zen Lack­kla­vier be­wies er sein Ta­lent und klim­per­te mun­ter drauf los. Doch plötz­lich stand er auf, aber die Mu­sik spiel­te wei­ter. Die­se Ak­ti­on sorg­te für vie­le La­cher im Publikum.

Ganz in blau ge­taucht war die Büh­ne beim Schmu­se­song „Fi­ve Past Dreams“. Und dann war es end­lich so­weit. Dar­auf hat­ten die Fans den gan­zen Abend ge­war­tet: Chris de Burgh sang be­son­ders ge­fühl­voll von sei­ner „La­dy in Red“. Die­ses fan­tas­ti­sche Kon­zert wer­den al­le, trotz des Re­gens, ga­ran­tiert nie vergessen.

 

1 Kommentar

KOMMENTIEREN

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein