Jeder kann hacken: Beim 1. Bonner Hackathon zählt die Einstellung

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Hackathon Bonn, 02.07.2016
Hackathon Bonn, 02.07.2016

In der di­gi­ta­len Sze­ne ist es ja nicht un­üb­lich, dass zahl­rei­che eng­li­sche Kunst­be­grif­fe ge­nutzt wer­den, die kaum ein Nor­mal­sterb­li­cher ver­steht. Nun fin­det al­so so ein „Ha­cka­thon“ am 2. Ju­li zum ers­ten Mal im Bonn­Lab statt und das Orga-Team von Code for Bonn möch­te be­wusst die Tü­re für al­le In­ter­es­sier­ten öff­nen, sich das Trei­ben an­zu­schau­en und Mitzumachen. 

Im­mer wie­der liest man in der Ta­ges­pres­se von Ha­cker­an­grif­fen. Man denkt an Zer­stö­rungs­wut und be­kommt Angst vor sei­nen End­ge­rä­ten, über die man die Kon­trol­le ver­lo­ren hat. Doch un­ter ei­nem „Hack“ – ge­spro­chen „häck“ – ver­steht man in der di­gi­ta­len Sze­ne ein­fach nur ei­ne krea­ti­ve Lö­sung für ein Pro­blem, das an­ders nicht zu lö­sen ist. Oder die Lö­sung be­inhal­tet ei­ne krea­ti­ve Wen­dung, wie ein in­tel­li­gen­ter Witz mit der Poin­te an der rich­ti­gen Stelle.

Ha­cken“ hat al­so nicht un­be­dingt et­was mit Com­pu­tern und Angst zu tun, son­dern mit ei­ner Ein­stel­lung und Grips. Es ist die Ein­heit von Krea­ti­vi­tät, Freu­de am Spiel und ei­ner ge­wis­sen Ge­wieft­heit. Klar, Com­pu­ter­nerds füh­len sich als ers­te an­ge­spro­chen, wenn es um ei­nen Ha­cka­thon geht, aber im Grun­de ist nicht je­der IT-Experte auch gleich ein gu­ter Hacker.

Im Stadtlabor BonnLab darf jeder mitmachen

Je­der kann ha­cken“ ist al­so ge­nau das Mot­to, mit dem Da­mi­an Pa­der­ta be­wusst die Tür zum Bonn­Lab an der Zings­heim­str. 2 in Bonn-Beuel für al­le öff­nen möch­te. Ei­nen gan­zen Tag lang wird im Stadt­la­bor von Jo­han­na Schä­fer ela­bo­riert, ge­tüf­telt, ge­bas­telt und ge­wer­kelt, bis das Hack-Werk am En­de des Ta­ges den an­de­ren Ha­cke­rin­nen und Ha­ckern prä­sen­tiert wer­den kann. Es gibt Piz­za und Drinks, all das für ei­ne kos­ten­lo­se Anmeldung.

Be­zahlt wird der ganz­tä­ti­ge Spaß vom Schwarm, um nicht Crowd­fun­ding zu sa­gen. Aber auch Spon­so­rings sind zur Un­ter­stüt­zung der Di­gi­ta­li­sie­rung Bonns noch sehr will­kom­men. Ers­te T-Shirt-Spenden sind schon an­ge­kom­men! Und das Stadt­la­bor ist ein wun­der­ba­rer Ort für die­se und ver­gleich­ba­re Veranstaltungen.

The­ma­tisch ist der Ha­cka­thon nur we­nig ein­ge­grenzt: es soll um of­fe­ne Da­ten, freie Soft­ware und klei­ne Kon­trol­ler ge­hen, aber auch al­ter­na­ti­ve The­men fin­den Platz, Haupt­sa­che es ist in­no­va­tiv, macht Spaß und bringt etwas.

Ich will beim Hackathon mitmachen! Wie geht das?

An­mel­den könnt ihr Euch ent­we­der über Event­bri­te oder über ein Ether­pad, in­dem ihr eu­ren Na­men in die Lis­te ein­tragt, und wie ihr se­hen wer­det, ist die Lis­te schon lang. (Für die Ein­tra­gung gibt es auch ein „Recht auf Piz­za“, aber ver­mut­lich kei­nen An­spruch.) Wir se­hen uns al­so hof­fent­lich beim 1. Ha­cka­thon in Bonn, am 2.7. um 10 Uhr geht’s los.

Wei­te­re In­fos fin­det ihr un­ter http://hackathon.codeforbonn.de.

1 Kommentar

  1. […] Ge­sell­schaft­lich ge­nau­so ver­pönt wie Spaß­brem­sen sind üb­ri­gens auch Ha­cker, be­son­ders die, die mit Ski­mas­ken vor den Rech­nern sit­zen und Face­book­pro­fi­le ha­cken, um dum­mes Zeugs zu schrei­ben. Dass Ha­cker auch wei­ße Rit­ter sein kön­nen, oder ganz an­de­re Din­ge ver­än­dern, ja, gar je­der Ha­cken kann, das ver­spricht der ers­te Bon­ner Hackaton. […]

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