Preisträger Ludwig van Beethoven (Jürgen Nimptsch, Mitte), eingerahmt vom „Preisverwalter“ Malte Boecker (Direktor Beethoven-Haus, links) und Andreas Archut (Vorsitzender Bonner Medien-Club) (Foto: Ellen Junger)

Beethoven överall“, höre ich einige sagen. Und es stimmt: Schon Mitte Januar, also einen guten Monat nach Beginn des Jubiläumsjahres, stellen sich erste Ermüdungserscheinungen ein. Gerade am Anfang hat sich Bonn mächtig ins Zeug gelegt, um in der Welt endlich als Beethovenstadt wahrgenommen zu werden. Man muss zugeben, mit Erfolg.

Das alles bedeutet natürlich nicht, dass man sich nicht auch innerhalb Bonns mit dem Maestro beschäftigen kann. Der Bonner Medien-Club, ein Verein für Bonner Journalist/innen und Pressesprecher/innen, vergibt einmal jährlich den Bröckemännche-Preis. Er ist eine Auszeichnung für Menschen und Institutionen, die sich um Bonn verdient gemacht haben. Die letztjährige Preisträgerin selbst, die Intendantin der Bonner Beethovenfeste Nike Wagner, hat angeregt, einen der größten Söhne der Bundesstadt zu ehren. Also bekam am vergangenen Montag Ludwig van Beethoven posthum den Preis.

Posthum? Unter dem herrlichen Gesang des Kinder- und Jugendchor des Theater Bonn erschien der Preisträger höchstselbst, um das Bröckemännche in Empfang zu nehmen. In einer furiosen Rede beschäftigte sich der eigens aus Wien angereiste Komponist mit seiner Heimatstadt, mit der Statue und der Halle zu seinen Ehren und mit der versammelten Lokalprominenz, die einige böse Spitzen ertragen musste.

Der Abend wurde live gestreamt und kann daher bei Facebook als Aufzeichnung angesehen werden. Ich empfehle es sehr.

Im Kostüm steckte im Übrigen der Ex-Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch, der seine Rolle hervorragend spielte.

Offenlegung: Ich war als Teil von Bonn.digital beruflich auf der Veranstaltung. Wir haben u.a. den oben eingebundenen Livestream verantwortet. Dieser Artikel entstand jedoch aus privatem Interesse und war nicht Teil des Auftrags.

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