Bonner Blogger: Yasmin Neese

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Yasmin Neese und ihr Mann

Statt unseren Fragebogen einfach auszufüllen, hat ihn sich die Bloggerin, die sich heute vorstellt, als Leitfaden für einen eigenen Artikel genommen. Eine schöne Abwechslung! Danke dafür und überhaupt fürs Mitmachen, Yasmin!

Servus, ich bin Yasmin, 27 Jahre jung und wohne seit Juli 2015 in Bad Godesberg (Lannesdorf). Meinen Blog findet ihr seit Frühjahr 2014 unter https://dierabenmutti.de – womit auch der Name – Die Rabenmutti – klar wäre. Hier ist der Name übrigens Programm. ;) Den Blog habe ich in erster Linie aus rein privaten Interessen gestartet, mittlerweile führe ich ihn allerdings als Kleingewerbe, da ich geringe monatliche Einkünfte habe.

Tatsächlich hat der Blog indirekt auch was mit meiner Ausbildung zu tun… Ich habe Medienwirtschaft und Journalismus studiert. Angefangen hatte ich damit, weil ich schon zu Schulzeiten eine Leidenschaft fürs Schreiben entwickelt hatte und mein Hobby irgendwie zum Beruf machen wollte. Im Studium habe ich mir dann die WordPress-Basics sowie SEO-Grundlagen beigebracht. Die optimalen Bausteine für den Start eines kleinen Blogs.

Auf meinem Blog ziehe ich aber eine klare Grenze zum Journalismus: Journalisten sind Journalisten, Blogger sind Blogger. Sie überschneiden sich in manchen Aspekten, sind aber nicht gleichzustellen. Sie haben beide ihre Daseinsberechtigung und ich bekomme Pickel, wenn man mir als Blogger unterstellt, ich hätte eine Meinung – und das als studierte Journalistin. Das ist ein rotes Tuch für mich und ich werde dann ganz schnell mal zur Pottsau.

Gäste sind herzlich willkommen!

Selbstverständlich sind auf dem Blog auch Gastartikel erlaubt. Nein, sogar erwünscht! Ich hatte auch schon einige Gastblogger bei mir und lade alle herzlich ein, als Gast auf der Rabenmutti Blogartikel zu verfassen. Völlig irrelevant, ob man dabei selbst einen Blog hat, oder einfach eine Plattform sucht, um sich mal verbal Luft zu machen. Es muss nur irgendwie passen.

Zudem habe ich mit Lena eine feste Gastautorin gefunden. Sie hat keine Zeit einen eigenen Blog zu führen, schreibt aber gern Rezensionen. Also hat sie einen festen Platz sowie feste Tage auf der Rabenmutti erhalten und ist sehr aktiv.

Zahlen und Fakten

Angefangen hatte ich bei wordpress.com, habe aber schnell festgestellt, dass mir die Möglichkeiten zu begrenzt sind und sich das Bloggen langfristig durchsetzen wird. Also bin ich auf eine eigene Domain gezogen – WordPress ist aber geblieben. Ich arbeite sehr gern damit – nicht nur auf meinem eigenen Blog, auch im Agenturalltag.

Mein Blog ist schon seit längerem für Mobile Devices optimiert. Beim Relaunch hatte ich extra drauf geachtet, dass die Ladezeiten und Co. auch für mobile Endgeräte passen und die Darstellung stimmig ist. Das ist auch besser so, da mobile Besucher immerhin rund 56 Prozent meiner Gesamtvisits ausmachen. Weitere 10 Prozent sind mit dem Tablet auf der Rabenmutti unterwegs und knapp 34 Prozent via Desktop.

Durchschnittlich besuchen rund 11.000 Menschen die Seite im Monat und rufen dabei 16.000 Seiten auf. Leider habe ich durch meinen Vollzeitjob und meine Maus wenig Zeit, die Zahlen auszubauen. Ich komme nur noch gelegentlich zum Bewerben meiner Beiträge auf den Social Media Kanälen. Wenn es aber dann klappt, schnellen die Besucherzahlen auch ordentlich nach oben.

Darüber hinaus besitzt der Blog über eine kleine Fangemeinde auf Facebook, Twitter, Google+ und kürzlich hinzugekommen auch Instagram.Ich nutze übrigens Buffer, welches mit aktuell ein wenig unter die Arme greift, um die Accounts zu füllen, während ich mit der Vereinbarkeit von Familie, Hobby und Beruf kämpfe…

Tacheles: Die Geldfrage

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob es sich eigentlich lohnt zu bloggen, wenn es augenscheinlich auch mit Stress verbunden ist. Japp! In vielerlei Hinsicht. Es geht nicht nur um Geld, sondern auch den Ausgleich zum Job. Tatsächlich betreibe ich mehrere Blogs, bzw. bin auf mehreren Blogs unterwegs. Das sind meist Corporate Blogs, sodass ich darauf achten muss, was ich sage und wie ich es sage. Das Problem habe ich bei der Rabenmutti nicht. Hier darf ich tatsächlich ich sein und darf einfach ehrlich sein. Das ist befreiend und hilft mir sehr. Und natürlich macht es auch viel Spaß. Ich verdiene aber nicht so viel Geld, dass ich vom Bloggen leben könnte. Und will das auch nicht. Selbstständigkeit ist für den Moment noch gar nichts für mich. Mir reicht, ein kleines Taschengeld zu haben, um sowas wie einen Familienurlaub zu finanzieren…

Die Idee war auch nie wirklich, Geld mit dem Blog zu verdienen, sondern Kummer von der Seele zu schreiben und Kontakte zur Außenwelt und zu Gleichgesinnten zu knüpfen. Tatsächlich fand ich das Mutterdasein echt anstrengend, vor allem, weil es immer nur um Babys ging. Ich war aber nach wie vor mehr und wollte wieder mehr. Mit dem Blog habe ich in die Gesellschaft zurückgefunden – so komisch es nun klingt und habe dadurch auch viele tolle Menschen kennengelernt!

Und nicht nur das. Ich habe sogar etwas bewegt – irgendwie. Mein beliebtester Artikel ist zeitgleich auch derjenige, auf den ich sehr stolz bin! Es geht um Reboarder (Bericht: Warum den teuren Reboarder kaufen?) und ist ein Aufruf an alle Eltern, ihre Kaufentscheidung bei Kindersitzen gründlich zu durchdenken. Der Artikel wurde in den ersten Tagen bereits über 18.000 Mal aufgerufen und wird auch heute noch täglich geklickt. Außerdem hat er schon mindestens zwei Leser zur Entscheidung für den Reboarder bewegt und Bloggerin Kiwimamas Baby vor dem Schlimmsten bewahrt,  quasi. Allein deswegen war er all die Mühe wert. Und wegen solchen Momenten macht das Bloggen Spaß und Freude.

Was gibt es bei mir zu sehen?

Meine Blogbeiträge sind sehr textlastig (und wird von wilden Fehlerteufelchen besetzt^^). Jeder Beitrag wird allerdings mit mindesten einem Bild untermalt. Gern auch in Form einer Bildergalerie, wenn ich viele Impressionen dazu aufzeigen möchte. Hin und wieder mache ich auch ein Laienvideo, welches ich über Youtube einbinde. Wenn ich Grafiken nutze, dann nur Fremdcontent, der als solcher gekennzeichnet wird.

Tatsächlich nutze ich nur mein Smartphone für Bilder und Videos. Ich hab den Anspruch, keinen zu hohen Anspruch zu haben. ;) Bei mir soll es halbwegs „echt“ sein, bis auf ein paar Photoshopspielereien. Und ich finde, dass Fotos, die auch in Hochglanzmagazinen erscheinen könnten, nichts mehr mit (m)einem authentischen Blog zu tun haben. Ich zeige das Leben wie es ist, mit herumliegenden Socken, mangelhafter Belichtung und Soßenklecksen. Ich finde es aber dennoch bewundernswert, dass mancher Blogger so richtig profimäßige Bilder schießen kann. Sieht echt toll aus.

Die Sache mit dem Vernetzen…

Ich habe bisher wenige Kontakte in Bonn und schon gar nicht zu Bloggern. ;) Nun ja, fast. Ich habe beispielsweise schon einen Gastauftritt von chezkimjoelle auf dem Blog gehabt. Und mit Johannes hatte ich kurz zusammengearbeitet – beziehungsweise ihn am Mittagstisch erlebt. ;) Jetzt nutze ich seinen alten Arbeits-Laptop – was ein  Mistding… Der Lenovo natürlich. Aber das war‘s dann auch schon.

Es ist schwierig für mich Zeiträume für RL-Meetings einzuräumen, wo ich so schon viel zu wenig Zeit für alles habe. Leider. Mein Time-Management ist denkbar schlecht, oder der Tag hat zu wenig Stunden. Aber zwischen Vollzeitjob, Kind, Haushalt, Ehemann, Spieleabende und Haushalt findet sich gerade irgendwie kein Platz… Wobei ich nichts dagegen hätte, wenn sich Blogger finden, die auch gern Spieleabende veranstalten oder mal zum Rabenmutti-Dinner kommen möchten. Bis es soweit ist, verfolge ich sie heimlich auf Twitter. ;) Ich hatte allerdings wirklich vor, in diesem Jahr wesentlich mehr Blogger kennenzulernen und auch mal ein Treffen zu besuchen. Vernetzen ist schließlich das A und O. Egal mit wem, egal wo!

 

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