Bonner Linktipps am Samstag: Judith Butler und der Widerstand im Denken

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Wenn man die rückschrittlichen ersten Amtshandlungen des neuen US-amerikanischen Präsidenten mitverfolgt, vergisst man beinahe, wie Theoretiker aus den USA einige wichtige Diskurse unserer Zeit prägen. So war letztes Jahr die US-Amerikanerin Judith Butler an der Universität Köln zu Gast, eine Vordenkerin der aktuellen Gendertheorie und eine der bedeutendsten Philosophinnen der Gegenwart. Die in Berkeley lehrende Professorin für Rhetorik und Komparatistik zeigt, wie Gewohnheiten unser Sein beeinflussen.

Merle Ingenfeld, Master-Studentin an der Universität Bonn, teilt ihre Eindrücke von Butlers Vorlesungen am 20. und 23. Juni 2016 mit Blick auf die transregionale Forschung. Butler diskutierte das Flüchtlings-Dilemma als Beispiel für die ungleiche Bewertung von Leben und aktuelle Ungleichheits-Szenarien. Ingenfeld zufolge begreift Butler Leben als primär sozial geprägte Wertekategorie. In einer globalisierten Welt sollten ethische Werte kulturelle und geographische Unterschiede überwinden. Widerstand im Denken fördere dabei ein reflektiertes Handeln. Ingenfeld stellt fest, dass Butler bei ihren Thesen zu struktureller Ungleichheit und Ungerechtigkeit oft abstrakt bleibt, da sie in ihrer Forschung selten einen Fokus auf politische Entscheidungsträger legt.

Hanns Kronenberg von Sistrix beleuchtet anhand unternehmenseigener Sichtbarkeits-Auswertungen, welche Großunternehmen SEO-technisch von Google-Updates profitierten und dass das Unternehmen Pinterest seine SEO-Strategien gewinnbringend ausbaute.

Eren Kozik veranschaulicht, wie man in fünf Phasen und vierundzwanzig Schritten den Relaunch der eigenen Website umsetzt.

Halima Lohbeck alias Mama Mia schreibt darüber, warum sie sich heute gerne vor allem als Mutter begreift und welch umfangreiche Umstellung das Muttersein insbesondere in der Anfangszeit für sie bedeutete.

Eine weitere bekannte „Mamabloggerin“ meldet sich mit Alltagsschnipseln zu Wort. Pia Drießen stellt u.a. ausgewählte Lieblingsbücher und -produkte ihrer drei Kinder vor, deren Geschmack sie teilweise zum Nachdenken bringt. Auch sie selbst geht in ihrem Blogbeitrag shoppen.

Schlussendlich wieder etwas Musik: Christoph Löhr rezensiert in 1000 Zeichen das atmosphärische neue Album Totem der Band Cancer.

Beide letztgenannten Blogger leiten übrigens in als Affiliate Links kenntlich gemachten Verlinkungen direkt zu ihren erwähnten Produkten auf Amazon weiter.

Bei der Rubrik „Bonner Linktipps“ werden auf Grundlage der Aggregation der Bonner Blogs die Links des vorangegangenen Tages kuratiert.

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