Mit schwerem Gerät wird die 160 Jahre alte Buche entfernt. (Foto: J. Steinhauer)

Am Sams­tag den 27.02.2016 heul­ten früh mor­gens bei bes­tem Wet­ter an der Re­dou­te in Bad Go­des­berg die Mo­tor­sä­gen auf. Die ka­pi­ta­le Blut­bu­che im Vor­gar­ten der Re­dou­te muss­te ge­fällt wer­den. Ge­gen 6:30 Uhr be­gan­nen die Ar­bei­ten mit schwe­rem Ge­rät. So kam un­ter an­de­rem ein 100- Ton­nen Kran so­wie ein gro­ßer Häcks­ler zum Einsatz.

Der Baum mit ca. 4 Me­ter Stamm­um­fang war von dem pa­ra­si­tä­ren Pilz Rie­sen­por­ling be­fal­len und hat­te be­reits in den ver­gan­ge­nen Jah­ren an Vi­ta­li­tät ein­ge­büßt. Der Pilz ist holz­ab­bau­end und sorgt da­für, dass be­fal­le­ne Bäu­me zu­nächst Stand­fes­tig­keit ver­lie­ren und letzt­end­lich auch Auf­grund des Holz­ab­bau um­fal­len wer­den. Die­ses Si­cher­heits­ri­si­ko, ins­be­son­de­re an der von Fuß­gän­gern und Fahr­zeu­gen stark fre­quen­tier­ten Kreu­zung Am Kur­park /Kurfürstenallee mach­te die Fäl­lung des ca. 160 Jah­re al­ten Bau­mes unumgänglich.

Wo einst die aus­la­den­de Kro­ne der Blut­bu­che an hei­ßen Ta­gen Ge­nera­tio­nen Schat­ten spen­de­te oder vor Re­gen Schutz bot, ist nun der Go­des­ber­ger Him­mel zu se­hen. Die Kreu­zung Am Kurpark/ Kur­fürs­ten­al­lee hat nun ei­nen auf­fal­lend lich­te­ren Cha­rak­ter nach der Fäl­lung des lie­bens­wer­ten Bau­mes er­hal­ten. Der Stumpf des ka­pi­ta­len Bau­mes ist noch er­hal­ten und er­in­nert an die ge­wal­ti­ge Bu­che. In den nächs­ten Mo­na­ten wird auch die­ser ent­fernt wer­den und so­mit dann Platz für ei­ne Neu­pflan­zung schaf­fen. Bleibt zu hof­fen, dass sich die „Neu­pflan­zung“ im Vor­gar­ten der Re­dou­te, un­weit der „Gu­ten Stu­be“ von Bad Go­des­berg ge­nau­so wohl­fühlt, wie in den ver­gan­ge­nen mehr als an­dert­halb Jahr­hun­der­ten die Blutbuche.

Der an­ge­kün­dig­te Fäl­lungs­zeit­raum von 8:00 bis 12:00 Uhr wur­de gar nicht be­nö­tigt. Be­reits um 9:30 Uhr lag der 25 Me­ter Baum zer­legt auf dem Bür­ger­steig vor der Re­dou­te. Den­noch wa­ren ei­ni­ge In­ter­es­sier­te recht­zei­tig ge­kom­men, um sich von dem ka­pi­ta­len Go­des­ber­ger Baum zu ver­ab­schie­den und/oder um die Fäl­lung zu dokumentieren.

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