Bonn geht essen – ein Gastroführer für die Bundesstadt

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Karin Krubeck
Ka­rin Krubeck

Dass Bonn ei­ne reich­hal­ti­ge gas­tro­no­mi­sche Kul­tur hat, ist ei­gent­lich we­nig über­ra­schend. Den­noch gibt es kaum ei­ne Mög­lich­keit, sich dar­über zu in­for­mie­ren. Por­ta­le wie das da­hin­ge­schie­de­ne Qy­pe sind gut für viel be­such­te Re­stau­rants in der In­nen­stadt, aber so rich­tig schlau wird man dort nicht, wenn man ei­ne eher de­zen­tral ge­le­ge­ne Lo­ka­li­tät sucht oder gar ei­ne Aus­wahl nach be­stimm­ten Merk­ma­len vor­neh­men möchte.

Ein Glück, dass Ka­rin Kru­beck seit kur­zer Zeit ein Por­tal ins Le­ben ge­ru­fen hat, das die­se Lü­cke füllt. Mit Bonn geht es­sen ver­folgt sie das Ziel, die Re­stau­rant­wahl in Bonn zu ver­ein­fa­chen. In ei­nem Gast­bei­trag für Bundesstadt.com gibt sie nä­he­re Informationen.

Das op­ti­ma­le Da­tum zur Er­öff­nung ei­ner neu­en rhei­ni­schen Home­page ist na­tür­lich der 11.11. und so gin­gen an Kar­ne­val auch end­lich die Pfor­ten des neu­en Gastro­por­tals „Bonn geht es­sen“ on­line. In mei­nem pri­va­ten Blog ha­be ich so viel über Re­stau­rants ge­schrie­ben und pri­vat im­mer mehr An­fra­gen be­kom­men zu Re­stau­rants in Bonn, dass ich mich die­ses Jahr ent­schloss, die gan­zen Bei­trä­ge aus­zu­la­gern. Die Idee war ein klei­nes Por­tal, in wel­chem Bon­ne­rin­nen und Bon­ner nach Ka­te­go­rien fil­tern können.

Aber wel­che Ka­te­go­rien? Will ich die Su­che nach ei­nem bil­li­gen Re­stau­rant un­ter­stüt­zen? Oder die Su­che nach dem nächs­ten Allerwelts-Chinesen?

Wenn mich Freun­de und Be­kann­te nach Re­stau­rants fra­gen, dann sind es in der Re­gel Fra­gen wie: „Mei­ne Groß­el­tern kom­men, wo kann ich denn mit de­nen hin?“ Oder: „Hast du ei­ne Idee für die Weih­nachts­fei­er?“ Und auch wenn ei­ne Grup­pe et­was sucht, dann ist Grup­pe nicht gleich Grup­pe. Die Yo­ga­grup­pe der Ü40-Jährigen wird oft­mals ei­nen an­de­ren Rah­men als der Ü50-Kegelclub be­vor­zu­gen. Das nen­ne ich dann ein­fach mal „ru­hi­ge“ und „lau­te“ Grup­pen in der Aus­wahl im Portal.

Was mich sel­ber an gro­ßen Por­ta­len wie Qy­pe im­mer stör­te war, dass im Grun­de über­all ei­ne Durch­schnitts­be­wer­tung vor­liegt. Al­le Be­wer­tun­gen zu­sam­men­ge­fasst er­ge­ben in der Re­gel 3 Ster­ne oder 4 Ster­ne. Gibt der McDonald’s-Liebhaber 5 Ster­ne und der Gour­metes­ser 1 Stern, dann trifft man sich halt bei 3 Ster­nen wie­der. Das ist mir aber kei­ne Hil­fe. Mir hel­fen klei­ne, per­sön­li­che Be­rich­te von Men­schen, die ich ken­ne bzw. die man durch ei­nen Blog ja auch auf ei­ne be­stimm­te Wei­se kennenlernt.

Al­so gibt es nun ei­ne Sei­te, auf der ich be­schrei­be, was für mich gu­tes Es­sen ist. Je­der kann nach dem Le­sen für sich über­le­gen, ob wir ähn­li­che An­sich­ten ha­ben oder nicht. Ich ver­mu­te, der McDonald’s-Fanatiker wird sich eher ab­wen­den, au­ßer er sucht wirk­lich mal was für Oma und Opa. :-)

Wer glaubt, dass er mit mei­ner An­sicht von gu­tem Es­sen über­ein­stimmt, der kann sich in­spi­rie­ren las­sen durch mei­ne Be­rich­te (es gibt sie auch al­pha­be­tisch oder nach Vier­teln sor­tiert) oder ge­zielt auf die Su­che ge­hen, ent­we­der in­dem er im Such­feld Din­ge ein­gibt wie „Durch­schnitt“ (ist auf den Preis be­zo­gen :)) oder „Chi­ne­se“. Oder er klickt in der Lis­te dar­un­ter ein­fach mal, was er sucht: Re­stau­rant mit tol­lem WC und Kar­ten­zah­lung? An­kli­cken und es kommt ein Er­geb­nis. Das ist wirk­lich ein­zig­ar­tig und so in an­de­ren Por­ta­len nicht möglich.

Ihr wer­det kei­ne Be­rich­te bei mir fin­den, in de­nen ich schrei­be, dass ich euch ei­ne Lo­ca­ti­on nicht emp­feh­le oder ich sie schlecht fin­de. Das ist kei­ne gu­te Wort­wahl, wenn man re­spekt­voll mit­ein­an­der um­ge­hen möch­te. Aber schaut euch mal rich­tig be­geis­ter­te Be­rich­te von mir an, wie z.B. für das Re­stau­rant Pe­ru oder das Chim­ära und ver­gleicht sie mit ei­nem Ar­ti­kel in dem ich drei Ab­sät­ze über das Vier­tel schrei­be und nur zwei Zei­len über das Es­sen. Das soll­te deut­lich ge­nug sein.

War­um ma­che ich das Por­tal? Weil ich wahn­sin­nig ger­ne mit Freun­den es­sen ge­he. Ge­mein­sam an ei­nem Tisch sit­zen und es­sen und sich aus­tau­schen über das Le­ben, die Er­eig­nis­se des Ta­ges und vie­les mehr, fin­de ich ei­ne der schöns­ten Din­ge. Da­zu kommt, dass ich wirk­lich die Gastr­o­sze­ne in Bonn ver­bes­sern möch­te. Die Bon­ner Gastr­o­sze­ne ist ak­tu­ell ein biss­chen lang­wei­lig. Nicht schlecht, son­dern eben lang­wei­lig. Da sind Kon­zep­te wie die von der Ka­ra­wa­ne, dem Papp­satt oder auch Zeit­los spür­bar an­ders und er­freu­en mein Herz. Ich will nicht die zehn­te lang­wei­li­ge Bur­ger­bu­de und die zehn­te lang­wei­li­ge Piz­ze­ria in Bonn. Bei den meis­ten ge­he ich rein und fra­ge mich: Was ist be­son­ders? Wenn ich die­se Fra­ge nicht be­ant­wor­ten kann, dann ist das Re­stau­rant aus­tausch­bar und wird über kurz oder lang schlie­ßen, denn die Gäs­te wer­den es auch nicht wissen.

Und wer sich nun im­mer noch nicht si­cher ist, ob ein Re­stau­rant das Rich­ti­ge ist, der schreibt mich ein­fach an. Denn eben­falls ein­ma­lig ist die Mög­lich­keit, mit mir es­sen zu ge­hen. Ich ru­fe da­zu auf und bin als rhei­ni­sche Froh­na­tur auch im­mer un­ter­hal­tend und wer­de aber auch ger­ne un­ter­hal­ten. Na­tür­lich zah­len wir ge­trennt. Ich fin­de es ei­ne schö­ne Mög­lich­keit, neue Leu­te ken­nen­zu­ler­nen, die schon mal ei­ne Ge­mein­sam­keit mit mir ha­ben: Sie ge­hen ger­ne essen.

Seit dem 11.11. ha­ben sich be­reits vier mir un­be­kann­te Leu­te ge­mel­det und mit drei­en war ich be­reits es­sen. Das war gran­di­os. So vie­le net­te Leu­te in Bonn mit in­ter­es­san­ten Be­ru­fen von Ra­dio über Wer­be­agen­tur über or­tho­pä­di­sche Stütz­strümp­fe. Aber Ach­tung: Ge­tes­tet wird al­les. Das kann al­so auch mal in die Ho­se ge­hen. :-D

Die Sei­te ent­wi­ckelt sich präch­tig und ich freue mich auch auf Face­book über je­den Klick und auf Twit­ter über je­den Fol­lower. Ich freue mich auch im­mer über Kom­men­ta­re zu mei­nen Be­rich­ten und ja, man darf auch an­de­rer Mei­nung sein. Im neu­en Jahr kom­men au­ßer­dem noch ein paar tol­le Din­ge. Zum Bei­spiel ab Ja­nu­ar ei­ne Se­rie, in der ich in die Koch­töp­fe von 50 Bon­ner Kö­chen schau­en darf. Das macht ganz gro­ßen Spaß und ich wün­sche mir, dass ihr ge­nau so viel Spaß habt.

Ich freue mich, wenn ihr schon bald vorbeischaut!

Bonn geht essen

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