Baskets siegen mit neuem Coach

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Es war einmal mehr eine sehr ereignisreiche Woche in einer an ereignisreichen Wochen nicht armen Saison der Telekom Baskets. Erst die bittere Pleite in Gießen, dann der auch daraus resultierende Trainerwechsel am Donnerstag. Und schließlich gab der Verein auch noch die Trennung von Yancy Gates bekannt. Der hatte offenbar so lange die Schnauze voll von Bonn und seinem Job hier, bis die Baskets die Schnauze voll von ihm hatten. Nach gut acht Wochen war das Kapitel der hoffnungsvollen Nachverpflichtung damit beendet. Die gegenseitigen Erwartungen waren zu unterschiedlich, heißt das in offiziellem Jargon. Und auch wenn die Entscheidung schon Anfang der Woche gereift war, so legte Neu-Coach Silvano Poropat kein Veto ein.

Und dann war da ja auch noch eine Bundesligapartie gegen Tübingen und einen der alten Heroen der Basketsgeschichte. Der hatte gleich auch noch den ehemaligen Pointguard der Bonner mitgebracht, welcher mit handgestoppten 14 Assists und 15 Punkten deutlich mehr Schaden anrichtete, als Aleksandar Nadjfeji selbst (4 Pkt.). Dass am Ende aber beide nicht als Sieger vom Parkett gehen konnten, lag vor allem an Sean Marshall. Die andere hoffnungsvolle Nachverpflichtung der Baskets stand mehr als 36 Minuten auf dem Feld und biss sich dermaßen in die Partie, dass am Ende 20 Punkte auf dem Scoutingbogen standen. Je vier Rebounds und Assists kamen dazu.

Die entscheidende Aktion kam aber nur etwas mehr als eine Sekunde vor Spielende von Rotnei Clarke und Aaron White. Clarke zog zum Korb und sah White weit draußen in der Ecke stehen, der Pass kam an, White ließ den Ball fliegen, und der zischte durch die Reuse, mit 1,2 Sekunden Restspielzeit auf der Uhr. Das Spiel war gegessen.

Und genau das sei wichtig, meinte Coach Poropat nach der Partie. Es gehe ihm nicht in erster Linie um Defense oder Offense. Er wolle mit der Mannschaft auf Sieg spielen. Dass dazu auch Rüstzeug in der Verteidigung gehört, ist klar. Dass aber auch er aus einem Ackergaul kein Rennpferd machen kann, wird ebenfalls schnell einzusehen sein.

Weitere Umstrukturierungen im Kader sind derzeit im Übrigen nicht geplant. „Ich will es nicht hoffen“, beantwortete Sportmanager Michael Wichterich eine entsprechende Frage während der nachgeholten Trainer-Vorstellungs-Pressekonferenz. Ausschließen könne er in einer Saison wie der aktuellen aber auch nichts.

 

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