Ryan Thompson versenkt die Eisbären

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Er war der cools­te Spie­ler der Par­tie Te­le­kom Bas­kets Bonn vs. Eis­bä­ren Bre­mer­ha­ven, und er wuss­te es auch. Als Te­le­kom Basketball-Kommentator Chris Schmidt Bonns Ryan Thomp­son zum In­ter­view nach dem Spiel bat, zück­te der Ame­ri­ka­ner erst ein­mal sein Smart­pho­ne und mach­te ein Sel­fie mit dem Re­por­ter. Breit grin­send stan­den bei­de am Ran­de des Par­ketts im Te­le­kom Do­me. Gu­te Lau­ne hat­ten of­fen­bar bei­de, aber nur ei­ner von ih­nen hat­te ge­ra­de dem Geg­ner 27 Punk­te ein­ge­schenkt – bei ei­ner Quo­te von 78 Pro­zent aus dem Feld und ei­ner ma­kel­lo­sen Bi­lanz von der Frei­wurf­li­nie. Thomp­son hat­te den Do­me gerockt.

Aber auch sei­ne Mann­schafts­kol­le­gen hat­ten über wei­te Stre­cken der Par­tie ei­ne star­ke Leis­tung ge­zeigt. Fol­ge­rich­tig stand am En­de ein 98:93-Heimsieg in den Bü­chern. Stark wa­ren auch ein­mal mehr Josh Ma­yo, Ojars Si­lins und Ken Hor­ton. In der Li­ga im­mer bes­ser zu­recht kommt zu­dem Ju­li­an Gam­ble. Der Ko­loss räum­te un­ter den Kör­ben auf und „rui­nier­te“ sich sich sei­ne Wurf­quo­te (75%) durch drei ver­ge­be­ne Wür­fe – da­von war ei­ner ein Verlegenheits-Dreier. Au­ßer­dem ver­fehl­te nur ei­ner sei­ner Frei­wür­fe sein Ziel. Oh­ne­hin konn­te man sich ob der Quo­te der Bon­ner Frei­wür­fe nur ver­wun­dert die Au­gen rei­ben. Der Fehl­wurf von Gam­ble war auch schon der ein­zi­ge sei­ner Mann­schaft von der Li­nie, al­le 28 an­de­ren Ver­su­che fan­den ih­ren Weg ins Ziel. Das hat­te man in die­ser Sai­son auch schon ganz an­ders gesehen.

Wei­ter Ver­bes­se­rungs­be­darf be­steht hin­ge­gen in Sa­chen Ver­tei­di­gungs­ar­beit. Zu­hau­se 93 Ge­gen­punk­te zu kas­sie­ren, wenn man sich vor­her auf die Fah­nen ge­schrie­ben hat­te, die – zu­ge­ge­ben ge­fähr­li­che – Of­fen­si­ve Bre­mer­ha­vens stop­pen zu wol­len, zeugt noch nicht von ei­ner per­fek­ten Leis­tung. Den­noch war auch der Coach nach dem Sieg froh: „Wir ha­ben vor dem Spiel viel über die Ver­tei­dung ge­gen Bre­mer­ha­ven ge­spro­chen. Das hat An­fang des ers­ten Vier­tels auch funk­tio­niert, dann ha­ben wir je­doch zu vie­le zwei­te Chan­cen zu­ge­las­sen. Ins­ge­samt bin ich aber sehr zu­frie­den mit der Leis­tung und der In­ten­si­tät.“ Sei­ne Mann­schaft ha­be in den ver­gan­ge­nen zwölf Ta­gen vie­le Spie­le ab­sol­vie­ren müs­sen. Da sei­en Sie­ge das rich­ti­ge Me­di­ka­ment ge­gen schlap­pe Bei­ne, so Pre­drag Krunic.

Ei­ne knap­pe Wo­che ha­ben die Bas­kets jetzt Zeit, die mü­den Kno­chen wie­der et­was zu lo­ckern. Am Sams­tag müs­sen sie dann in Ol­den­burg an­tre­ten. Ei­ne Auf­ga­be, die si­cher nicht leich­ter als die ver­gan­ge­nen sein wird. Ob die Bon­ner dann schon wie­der auf die Diens­te von Kon­sti Klein zu­rück­grei­fen kön­nen, wird sich im Lau­fe der Wo­che zei­gen. Die Trai­nings­in­ten­si­tät soll lang­sam ge­stei­gert wer­den. Dann müs­se man se­hen, wie der Kör­per auf die Be­las­tung re­agiert. Gleich­zei­tig läuft die Su­che nach ei­nem wei­te­ren Spie­ler wei­ter – al­ler­dings of­fen­bar mit ge­brems­tem Schaum. Die Mann­schaft ha­be sich in der schwie­ri­gen Si­tua­ti­on mit zwei ver­letz­ten Guards zu­sam­men ge­rauft und den Aus­fall von Klein und Thomp­son stark kom­pen­siert, sag­te Coach Kru­nic. Al­ler­dings hal­te man na­tür­lich wei­ter die Au­gen of­fen, um im Ernst­fall re­agie­ren zu können.

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